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Mittwoch, 27. Juli 2011

Hits von gestern: Phil Ochs (II)



Manchmal trifft man sich zweimal.

Vor einem knappen Jahr war der Bänkelsänger schon einmal auf den Spuren des protestfreudigen Folkbarden mit der traurigen Geschichte unterwegs. Da Phil Ochs jetzt aber ein ziemlich gut geschriebener Beitrag im aktuellen Rolling Stone gewidmet ist, er zudem im letzten Dezember 70 geworden wäre und sein Opus Magnum "Pleasures Of The Harbour" im kommenden Jahr seinen 45. Geburtstag feiert, schadet ein wenig mehr Aufmerksamkeit sicherlich nicht.
Hören wir ihm doch einfach noch mal zu:

Mittwoch, 6. April 2011

Hits von gestern: And Also The Trees - My Lady D'Arbanville

Da ich mich heute darüber gefreut habe, diese Urväter des Düsterfolkrocks wieder mal in Münster im Gleis 22 sehen zu können, gibt's deren wunderbare Coverversion des Cat Stevens-Klassikers in voller epischer Breite allerdings leider mit einigen klanglichen Einschränkungen:

Freitag, 7. Januar 2011

Hits von gestern: Morphine - The Night

Lange keinen "Hit Von Gestern" zum Besten gegeben, oder? Dafür gibt's jetzt einen nächtlichen Morgengruß, der zwar erst 10 Jahre oder so auf dem Buckel hat, von dem ich auch nicht wirklich weiß, ob er jemals ein Hit war, aber kennen sollte man den auf jeden Fall.

Morphines "The Night" ist so entspannt und cool, dass es einem schier das Herz zerreissen möchte und daher plädiere ich jetzt einfach mal für mehr bratzendes Saxophon in lässigen Jazzpopnummern:


Morphine - The Night - MyVideo

Sonntag, 21. November 2010

Hits von gestern: Marianne Faithfull - The Ballad Of Lucy Jordan

Fundgrubenzeit: wieder mal entpuppte sich die Chartshow auf RTL als Erinnerungshilfe. So richtig kennengelernt habe ich die traurige Ballade aber interessanterweise über Reinhard Mey, der es auf irgendeiner seiner Luve-Aufnahmen zumindest mal erwähnt, wenn nicht gar zitiert oder gecovert hat (Hilfestellung erwünscht).
Jetzt lassen wir aber mal die gute Marianne zu Wort kommen:

Montag, 25. Oktober 2010

Hits von gestern: David Geddes - Run Joey Run

...manchmal muss man halt Farbe bekennen. Der Bänkelsänger ist vielleicht nicht süchtig, aber dennoch sehr angetan von GLEE. In der Folge "Bad Reputation" der ersten Staffel spielt diese herzzereissende "Mörderballade" eine entscheidende Rolle, die ich hier als "Hit von gestern" noch mal zu Gehör bringen möchte. Ausserdem war "Run Joey Run" zu Kindertagen ein gern gesehener Mixtape-Gast:

Donnerstag, 23. September 2010

Hits von gestern: Phil Ochs - Outside A Small Circle Of Friends

Ob der Begriff Hit hier wirklich zählt mag dahingestellt sein, schließlich hatte der amerikanische Musiker Phil Ochs zu seiner Zeit nur so mittelprächtigen Publikumszuspruch. Dieses wunderbar zwischen Folk, Baroque- und Sunshine-Pop ozillierende Liedchen hat es jedoch zumindest mal ins Radio geschafft und ist somit vielleicht dem einen oder anderen noch ein Begriff:

Mittwoch, 4. August 2010

Hits von gestern: Stroganoff



Heute greife ich mal gaaaaaaaaaanz tief in die Sammelsuriumabteilung und finde: Stroganoff.

Eine blutrünstige Moritat aus der Feder des sonderbaren Friedrich Hollaender, der die Berliner Revue- und Kabarettszene der 20-50er Jahre mit seinen klugen und bösartigen Couplets und Kuriositäten verzaubert hat.
Herzzereissend intoniert haben das mordlüstern-komödiantisch angelegte Stückchen schon diverse Künstler, allen voran Pe Werner, die es in ihre Schlagerrevue "Für eine Nacht voller Seligkeit" eingebunden hat und auch Tim Fischer, der sich in den letzten Jahren vor allem als Interpret bösartiger Georg Kreisler-Lieder einen Namen gemacht hat, Stroganoff sicherlich aber zum besten gehört, was der wandelbare Musiker jemals auf die Kleinkunstbühne gebracht hat. Leider war auf den einschlägigen Videoportalen nichts zu finden, da musste ich dann zur guten Notlösung greifen, und bringe Helen Vitas Variante zu Gehör. Da der Text aber gar zu köstlich ist, gibt's erstmals hier eine Textversion (zum Mitlesen) der kuriosen Entstehungsgeschichte eines der bekanntesten Gerichte russischer Kochkunst.


Stroganoff, ein Großfürst einst am Zarenhoff – wo sonst?
War ein eifersücht’ger Gatte, der in Omsk, gleich bei Imsk
Und nur 14 Werst von Umsk ein großes Gut – was für’n Gut?
So ein Gut – na schon gut!
Kurz und gut: ein Gut von 1000 Seelen hatte.
Wieso Seelen, Lass’n Sie sich erzählen!
Das ist russisch, echt russisch:
Jeder Russe, der hat Seele - Was weiß ich! Hey Hey!

Und auf dem Gut, seinem Gut, da in Omsk,
gleich bei Imsk, um die Ecke rum von Umsk,
lebte auch seine schöne Frau – wo sonst?
Und dass sie schön war, wusste er ---
Und außer ihm noch Pjotronoff und Krotzikuloff
Und Rotzkuloff und Rutschkinoff und Schtrutschkinoff
Und ganz besonders Schmutschkinoff ----
Ziemlich viele wussten dieses ziemlich gut von dem Gut -
Ist das gut? --- Gar nicht gut! Gar nicht gut!
Aber russisch, echt russisch! Hey, hey.

Stroganoff hat viel zu tun am Zarenhoff – wo sonst?
Und zu Haus bleibt seine Schuschka,
bleibt in Omsk, gleich bei Imsk und nur 14 Werst von Umsk -
Nicht viel los da in Omsk, nicht in Imsk und nicht in Umsk -
Ganzen Tag liegt sie im Bett, das arme Mütterchen!
Wieso Mütterchen? Fragen Sie Tolstoi!
Das ist russisch, echt russisch,
Jeder Russe ist ein Mütterchen. Was weiß ich! Hey, Hey.

Doch auf dem Gut, dem Nachbargut, nicht in Omsk
und nicht in Umsk, bisschen weiter weg in Emsk
lebte besagter Schmutschkinoff (ein Schwein) -
Und eines Tages spannte er vor seinen Schlitten
Die schwarze Stute Krasnucha, die braune Stute Strasnucha
Und Wlasnucha und Jasnucha und vorne weg noch Prasnucha
Und er knallte mit der Peitsche
und fuhr stracks zur schönen Schuschka
auf das Gut! Ist das gut? Gar nicht gut!
Aber russisch, echt russisch, hey, hey.

Leider genügt nicht, dass über dem Schkandalsky
Ich mit Diskretionsky den Vorhang lasse fallski -
Denn unvermutet stand in der Tür ---- Stroganoff!
Und aus dem Bett sprang der Liebhaber im hohen
Boganoff! Oijoijoijoijoi!

“Antworte Hund verfluchter, bis ich auf drei zähle,
Nahmst Du nur ihren Kärrper oder nahmst Du auch die Seele?“
Und hätte er gesagt: Nur den Kärrper Väterchen Stroganoff -
Wär’ nicht passiert, was jetzt passiert ist mit Väterchen Schmutschkinoff -
Oijoijoijoijoijoi!

Tags darauf sitzt Stroganoff im Kaffeehaus – wo sonst?
Und es fragen ihn die Freunde: „Was war los bei Dir in Omsk?
Man hat Dich schrei’n gehört bis Imsk, einer sagt sogar bis Umsk!
Und man spricht, dass deine Schuschka hat gemacht mit
Deinem Freund ein bisschen Schmuschka...“
“Bisschen hätt’ ich noch verzieh’n, das ist russisch echt russisch,
Aber die Vertraulichkeit geht zu weit, tut mir leid.

He-da Wirt, Bring mir ein Filet! Aber roh!, Größe so!
Und dazu ein großes Messer! Kann ich zeigen mein’n Freund’n besser –
Mit Messer, was ich gemacht aus Schmutschkinoff“ (fftt-fftt) -
Und mit dem Messer Heijuchee, sticht Stroganoff in das Filet
Und kreuz und quer und hin und her,
sieht gar nicht wie Filet aus mehr -
Ohne Lücke haut er es in 1000 Stücke voller Wut. Ist das gut?
Das ist gut! Und so russisch, echt russisch, hey, hey.

Stroganoff winkt gnädig jetzt den Küchenchef zu sich:
“Hier, mein Freund, mit Dank zurück, das geborgte Lendenstück,
Das im Zweikampf wie ein Held, den Ehebrecher dargestellt.
Aber jetzt trag’s in die Küche! Du kannst gut seh’n Väterchen,
ich kann kein Blut seh’n.“
Koch in Tränen schreit: „Oi-Jeh, Wer wird essen das Haschee?
Ist zerhackter Schmutschkinoff, aber kein Filet!“
Ganz zerstikkelt liegt’s im Topf, Küchenbub mit rotem Kopf fragt:
Was soll damit gescheh’n, was soll ich hineintun noch, Väterchen Koch?“
“Von mir aus was Du willst tu rein. Frisst doch kein Schwein!
Ob saure Sahne, Zwiebelring, ob Paprika ob Pfifferling…
Doch als man es auf das Feuer tut, jeder fragt: „Was riecht so gut?“

Alle Gäste kosten, reiben sich den Bauch (ja ja ja) Will ich auch!
(ha ha ha) Tu mir eins schmoren….
So wurde Glanzstikk von Souper,
Wurde grässtes Frikassee, wurde Stroganoff-Filet geboren.

Samstag, 17. Juli 2010

Hits von gestern: Einstürzende Neubauten - Stella Maris

Auch nach fast 15 Jahren ist die Sinnsuche auf der Reise zu entlegendsten Orten der Welt spannend, fordernd und träumerisch verspielt. Blixa und Meret als Somnabulisten auf dem schmalen Grad zwischen Kunstlied und Experimentalmusik: wunderbar!

Dienstag, 8. Juni 2010

Hits von gestern: Element Of Crime - Surabaya Johnny

auch schon ganz schön lange her, aber trotzdem immer noch gut, die wunderbare Live-"Coverversion" des Kurt Weill-Klassikers "Surabaya Johnny" von Element of Crime. Von diesem Stück aus "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" gibt es im Übrigen so gefühlte 10000 Versionen, wobei auch Marianne Faithfull, Milva, Ute Lemper und Megan Mullaly sowie Nina Hagen sehr klangvolle Versionen zu Gehör bringen. Vorhang auf:



EDIT: durch den freundlichen Kommentar bin ich erinnert worden, dass "Surabaya Johnny" natürlich NICHT aus "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" ist sondern aus "Happy End", was der Güte des Songs natürlich keinen Abbruch tut! :-)

Freitag, 14. Mai 2010

Hits von gestern: The Box Tops - The Letter

Wieder mal "Radio Rock Revolution" gesehen und mit großer Begeisterung lauthals mitgesungen...und weil das ein lange vergessener Hit ist, wird der dieses Mal gewürdigt.


Donnerstag, 1. April 2010

Hits von gestern: Shock Therapy: Hate Is A 4-Letter-Word

ein wenig Disco-Nostalgie, auch auf meinem aktuellen Mixtape eingefangen...kalt, klar und doch immer noch unwiederstehlich gut!

Samstag, 6. März 2010

Hits von gestern: Barry Ryan - Eloise

noch tiefer als beim letzten Mal in den Jahrzehnten gekramt, dann bei den Pop-Hymnen von RTLs ultimativer Chartshow wieder ins Gedächtnis gerufen und festgestellt, was das doch für eine gute, komplett überzogen produzierte Beat/Baroque-Pop-Nummer ist:


Donnerstag, 4. Februar 2010

Hits von gestern; Fischer Z - Marliese

Beim Stöbern nach guten und besseren 80er Jahre Alben wiedergefunden und für immer noch unglaublich gut befunden:

Fischer-Z mit Marliese. Wäre auch heute wohl noch ein Tanzflächenfüller, wird höchste Zeit, dass ich mir den mal wieder wünsche.



In loser Reihenfolge gibt's dann in Zukunft noch andere hübsche Schmuckstücke.