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Freitag, 17. Mai 2013

Eurovision Song Contest 2013 - ein Überblick



Themenwechsel? Themenwechsel.

Stammleser können sich jedes Jahr drauf einstellen, dass spätestens einen Tag vor dem größten Musikwettbewerb der Welt ein paar Zeilen verloren werden, um sich ein wenig auf die garstigen, lustigen, skurrilen, wahnsinnigen und grausigen Ideen europäischen Liedguts, die jahrein jahraus Einzug beim ESC halten, einzustimmen. 

Suchen wir in dieser Saison allerdings nach den ganz großen Scheußlichkeiten, bleiben Auge und Ohr einigermaßen verschont, andererseits: einen Pasha Parfeny (wenn er auch bei Moldawien am Piano sitzt) oder gar einen Paradise Oskar erblickt man dennoch (leider nirgendwo). Nichtsdestotrotz werfe ich gerne einen Blick auf die in des Bänkelsängers Augen feinen Kabinettstückchen, zum einen um dem Fan und Verehrer die Auswahl zu erleichtern, zum anderen dem vielleicht jetzt abwinkenden Kostverächter doch noch das ein oder andere Schmankerl zu bescheren.

Der mit Sicherheit interessanteste Beitrag, da fast schon aufreizend gut in des Bloggers musikalischen Kosmos passend, kommt dieses Jahr, man staune, aus den Niederlanden und wird auf herrlich unprätentiöse Art und Weise von Anouk dargeboten. Latenter 60s-Folk-Chanson, mit einem Hauch Alexandra im Timbre, so klingt "Birds".

Ein weiterer, sehr feiner Song stammt aus Ungarn, hier versucht sich ByeAlex im schluffigen Hipsterstil mit federleichtem, leisen Pop Gehör zu verschaffen. "Kedvesem" ist so subtil, dass man gar nicht merkt, wie schnell sich ein Ohrwurm auf dem Weg in die Gehörgänge bahnt.

Island wiederum setzt mit einem sehr stimmigen Gesamtkonzept auf eine dramatische, aber dennoch träumerische Ballade, Eithor Ingi singt "Eg A Lif" Gott sei Dank in Landessprache und sorgt mit Klanggewalt für Gänsehaut.

Aus Dänemark kommt mit Emmelie de Forest und ihrem "Only Teardrops" gefälliger, eingängiger Folkpop mit Tinwhistles und Trommeln, Norwegen hält mit klarem Elektrobeat und Margret Berger mit "I Feed You My Love" dagegen.

Darüberhinaus verspricht der ESC 2013 ein sehr ausgeglichener Jahrgang zu werden, da aus Ost und West nahezu gleich viele Interpreten versammelt sind, spannend ist dabei, dass es keins der Balkanländer geschafft hat auch nur irgendeines seiner (zumeist katastrophalen Liedchen) zu platzieren.

So, wer jetzt noch aufmerksam ist, bekommt noch ein Video an die Hand gegeben, dazu das Versprechen, dass es am Sonntag, wie in jedem Jahr eine ausführliche Analyse gibt. Ob ich mir in diesem Jahr allerdings ein "Welcome To Germany 2014" wünschen will, weiß ich noch nicht.

Samstag, 14. Mai 2011

Eurovision Song Contest : ein Überblick

Stammleser müssen heute und morgen ganz tapfer sein, der Bänkelsänger tobt wieder mal seine ESC-Begeisterung aus:

Im letzten Jahr lag ich mit meiner Prognose ja gar nicht so schlecht, dieses Jahr will ich erneut wagen, den größten Musikwettbewerb der Welt stimmungsvoll einzuläuten und auch die hoffnungsvollsten und interessantesten Songs und Künstler herauszuheben. Dass dabei mein Augenmerk dem Folk- und seinen Verwandeten gilt, ist nicht überraschend, da in diesem Jahr aber relativ wenig in dieser Richtung im Finale passieren wird, gibt's ein wenig mehr Vielfalt unter meinen Vorschlägen, los geht's:

Paradise Oskar - Da Da Dam
Über den netten finnischen Jungen von Nebenan, der mit verschmitztem Lächeln nur zu Gitarre singt und dabei die Welt verbessern will, hatte ich schon im Januar berichtet, jetzt ist er der erste Starter des Finales und inzwischen ein hochgehandelter Geheimtipp.

Getter Jaani - Rockefeller Street
Die bonbonfarbene Kulisse und das strahlende und quirlige Auftreten der Estin machen den Song zu einem quietschbunten Popsong, in dem viel passiert. Augen auf und nicht erschrecken.

Dino Merlin - Love In Rewind
Das ist Folk mit (Balkan-)Seele. Wenn der graue Wolf zur Gitarre in leider leidlich schlechtem Englisch über die Bühne wandert, kommt ein wenig Nostalgiefeeling auf. Der bosnische Beitag ist einer der "Grower" seit dem Halbfinale.

Raphael Gualazzi - Madness Of Love
Italo-Jazz, der wirklich gut und luftig daher kommt und bei dem man es dem Sänger anmerkt, dass er wirklich Spaß hat, wenn er am Piano sitzt.

und zum Schluß den Topfavoriten:

Amaury Vassili - Sognu
Nach den Vorschußlorbeeren und unglaublich guten Wettquoten bei den Buchmachern dieser Welt müsste der französische Tenor mit der Wallmähne jetzt schon das gläserne Mikro in Händen halten, nicht mal zu nrecht, denn sein korsischer Bolero ist echt fein:

 

Wie gehabt, wünsche ich denen die gucken, einen fabelhaften Fernsehabend, denjenigen die es eben nicht anschauen Durchhaltevermögen, denn ab Montag gibt es den Bänkelsänger in seiner normalen Form zurück und sage jetzt todesmutig voraus, dass der nächste Grand Prix nicht in Deutschland, wohl aber gut in Finn-, Ir- oder Estland stattfinden könnte. 

Sonntag, 30. Januar 2011

Eurovision Song Contest - ein Vorgeschmack: Paradise Oskar

Passend zum am morgigen Montag stattfindenden ersten Halbfinale, bei dem "unsere Lena" zeigen darf, was sie sich zur Titelverteidigung ausgedacht hat, bzw. auf den Leib hat schneidern lassen, ist ein erster Blick auf einen möglichen Kandidaten und bei Überstehen der landeseigenen Qualifikation auch ernsthaften Konkurrenten sicherlich mehr als angebracht.
Die Rede ist von Axel Ehnström alias Paradise Oskar aus Finnland. Naiv und "unschuldig", ein Junge mit seiner Gitarre, ein Lied für die Welt, ein Hoffnung machender kleiner Appell, ein absolut würdiger ESC(Eurovision-Song-Contest)-Vertreter.



...und damit jetzt keine Missverständnisse, ob des verwunderlichen Beitrags entstehen, der Bänkelsänger ist bekennender und glühender ESC-Fan, und wird auh zum Hauptevent sicherlich wieder ausführlich berichten.

EDIT: und schwupps hatte der Bänkelsänger recht und Paradise Oskar kommt nach Düsseldorf! Ich freu mich drauf!