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Mittwoch, 26. Juni 2013

My monthly Mixtape: Juli


Juli? Jawoll, richtig gelesen. Da habe ich die treue Leserschaft in den vergangenen Wochen nicht gerade mit Neuigkeiten verwöhnt, lediglich die Facebook-Seite mit ein wenig frischem Sound versehen und nun greife ich sogar ein paar Tage vor, um endlich wieder mal ein Mixtape vorzustellen.

Da seit April jede Menge Musik in Postfach, Festplatte, MP3Player und Smartphone gelandet ist, fiel die Auswahl schwer, jedoch scheint die Mischung konsequenter und bänkelsangkompatibler denn je.

Schwere psychedelische Klänge balzen mit leichten Folkstücken um die Vorherrschaft, sommerlicher Indiepop und hymnenhafte Balladen geben sich ein Stelldichein. Lieblingskünstler wie Sam Amidon und Laura Marling bekommen Ehrenplätze, Neuentdeckungen wie Buffalo Tales und Escondido die Chance aufs Podest. Daher verliere ich jetzt hier auch gar nicht viel mehr Worte, versehe die Playlist noch mit einem feinen Höraufmerker und verweise alsbald auf das "Radio der von Neil Young Getöteten", denn auch da gibt es bald wieder den guten alten Bänkelsängersound zu hören.


01. Lloyd Cole - California Earthquakes
02. Frankie And The Heartstrings - I Still Follow You
03. Magic Arm - Put Your Collar Up
04. James Skelly & The Intenders - You've Got It All
05. Wolf People - All Returns
06. The Handsome Family - Frogs
07. Laura Marling - I Was an Eagle
08. Mikal Cronin - Shout It Out
09. Escondido - Cold October
10. Bill Janovitz - Noon Hill
11. The National - Fireproof
12. Tunng - The Village
13. Case Studies - Villain
14. Kodaline - After the Fall
15. Noah and the Whale - One More Night
16. Majical Cloudz - Turns Turns Turns
17. Sam Amidon - As I Roved Out
18. The Indelicates - I Used to Sing
19. Vampire Weekend - Ya Hey
20. Buffalo Tales - Diamonds

Der versprochene Höraufmerker  kommt vom wunderbaren Sam Amidon, der sich mit "Bright Sunny South" wieder mal ins Herz des Bänkelsängers gesungen hat. Hier das tolle "As I Roved Out":

Freitag, 28. Oktober 2011

Justin Vivian Bond



Noch mehr Kunst. Dieses mal aber anders.

Justin Vivian Bond ist ein Teil des derb-komödiantischen Drag-Cabaret-Duos Kiki & Herb, doch auch schon seit geraumer Zeit als Solokünstler/in unterwegs. Nicht nur, dass er/sie im fabelhaften Film "Shortbus" zu sehen war, dem auch Scott Matthew ein paar Songs beigesteuert hat, einige Spoken-Word-Alben hat er/sie auch bereits zustande gebracht und sein/ihr neuestes "Dendrophile" hat in diesem Jahr das Licht der Welt erblickt.

Wie es der Zufall nun mal will, hat er/sie "Dendrophile" zusammen mit Thomas Bartlett von Doveman aufgenommen und dieses Künstlersammelbecken hat so viele bänkelsängeraffine Artisten als Gäste in seinen Reihen, dass es eine wahre Freude ist, nennen wir nur mal die Dessner-Brüder von The National, Sam Amidon und Nico Muhly. 
Wenn man nun aber der Annahme Glauben schenken würde, Bond hätte ein entsprechendes Indiefolkrock-Album mit modernem Klassikeinschlag fabriziert, der irrt gewaltig. "Dendrophile" ist nicht mehr und nicht weniger eine Hommage an das Lied an sich. Man fühlt sich an das fabelhafte "Variety" von Marc Almond aus dem letzten Jahr erinnert, denn auch Bond verwandelt Cover und Eigenkompositionen in schillernde und barocke Folkpop-Gemälde. Allen voran: "In The End" welches in eben besagtem "Shortbus" von eben erwähntem "Scott Matthew" bereits in epischer, blechblasgewaltiger Breite zur Ehre gekommen ist. Bond hingegen besinnt sich auf sein/ihr einnehmendes Timbre, irgendwo zwischen Almond und Lale Andersen und windet sich zwischen wahnwitzigen Melodiebögen hindurch. Mal leichtfüßig beschwingt, mal kapriziöse Diva, einmal wie im rauhen "22nd Century" gar wie ein/eine raubeinige Folksänger/in erklimmt der/die Musiker/in die höchsten Höhen und taucht doch auch immer wieder hinab in das Halbdunkel zwischen Chintz und Plüsch. Die Musik baut sich dabei um ihn/sie auf und täuscht auch schon mal den ein oder anderen Überfall an, gleich im Opener "American Wedding" sprechsingt der/die Künstlerin sich durch ein folkiges Dickicht, beim Joni Mitchell-Cover "Court & Spark" wiederum verfängt er sich auf angenehmste Weise im feinen Popmäntelchen.
Selbstverständlich ist das teilweise ganz schön dick aufgetragen und kann natürlich mitunter auch ganz schön anstrengend werden, doch wenn zwischendurch im elegantem Jazz-Shuffle "Crowley A La Lee" der Kontrabass perlt wie feinste Champagnerblasen, darf man sich wieder enstpannt zurücklehnen und diese wirklich überraschende Hommage genießen.

Bitte sehr:

Da sich Justin Vivian Bond selbst weder als er noch als sie sondern zumindest im englischen als "v" bezeichnet, dass aber im Deutschen doof aussieht, habe ich die etwas schwer lesbare Variante er/sie gewählt. Sollte der/die Künstler/in selbst einmal diese Zeilen lesen, bitte ich um Verzeihung.

Montag, 26. April 2010

Querverweise III: Sam Amidon

ein weiteres mal möchte ich in diesem Monat auf auftouren.de verweisen, dieses Mal allerdings auch ein wenig eigennützig. Seit heute kann sich dort wer möchte oder sich dazu beflissen fühlt, eine erste "richtige" Rezension von mir zu Gemüte führen, auch wenn ich dadurch mein Alter Ego hier so ein wenig preis gebe. Wünsche dennoch viel Spaß bei der lektüre und wenn ihr schon mal da seid, könnt ihr auch gleich den guten Rest konsumieren, es lohnt sich. Ach so, als Appetithappen, der Opener des vorzüglichen Albums "I See The Sign" in einer fabulösen Live-Version: