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Sonntag, 2. Februar 2014

My monthly Mixtape - Januar


Nun immer eher als Rückschau und demnach noch ein wenig konzentrierter kompiliert, soll auch 2014 ein Jahr voll von Bänkelsänger-Mixtapes werden. 

Den Anfang macht ein Schaulaufen ungewöhnlicher Klänge, reicht doch die Bandbreite von sonnendurchflutetem Shoegaze-Postrock-Experiment bis hin zu Neofolk-Songwritertum, von bluesigem Americana bis hin zu flirrend versoultem Schlafzimmerfolk. Könnte spannend werden, oder? Hier wäre der erste Vorschlag für 2014:

01. Alasdair Roberts & Robin Robertson - A Fall of Sleet
02. James Vincent McMorrow - Cavalier
03. Chris Grant - Our Story
04. Andrew Duhon - The Moorings
05. The Magic Theatre - The Sampler
06. Damien Jurado - Silver Timothy
07. Spaceman Spiff - Teesatz
08. Terry Lee Hale - Black Forest Phone Call
09. Alcest - La nuit marche avec moi
10. Warpaint - Love Is To Die
11. Kimi Kärki - Young Goodman Brown
12. The Hidden Cameras - Gay Goth Scene
13. Ed Harcourt - We All Went Down with the Ship
14. Mark Pickerel and His Praying Hands - Burn The Shrine
15. Doug Paisley - Old Times
16. Ja, Panik - Eigentlich wissen es alle

Den Höraufmerker ist sicherlich auch längerfristig ein echter Ohrenschmaus:

  Cavalier - James Vincent McMorrow




Samstag, 8. Januar 2011

James Vincent McMorrow

Irish Folk mal anders - mit ganz viel Soul in der Stimme.

Näher an Bon Iver war lange keiner mehr. Bon Iver? Ja richtig, Justin Vernon aus Kanada hatte vor zwei bzw. drei Jahren sein Debut "For Emma, Forever Ago" zu Gehör gebracht, noch die ein oder andere EP bzw. Kompilationsmitarbeit vorzuweisen, aber ein weiteres Solo-Album ist weiterhin noch nicht in Sicht.

Gut, dass es also James Vincent McMorrow gibt. Er sieht nicht nur ähnlich aus, nein, seine Stimmfarbe, die schunkelnde Gitarrenbegleitung und die seelenvollen, warmen Harmonien wirken fast wie eine Blaupause. Er ist allerdings Ire, hat jedoch mit den stampftanzenden Folkvarianten, die man zwangsläufig mit Irland in Verbindung bringt, herzlich wenig am Hut.

Sein Debut "Early In The Morning" ist in seiner Heimat Dublin bereit seit dem letzten Frühjahr in aller Munde, nun soll der Rest der Welt verzaubert werden. Nimmt man nur den Opener "IF I Had A Boat" als Beispiel, schmilzt man schneller dahin, als der in den letzten Tagen zumindest hier im hiesigen Münster rasend schnell gewichene Schnee vor der Sonne. Aber nicht nur die barmenden, melancholischen Töne erreichen bei McMorrow den Hörer direkt, auch das kräftig von amerikanischem Alt.-Country beeinflusste "Breaking Hearts" weiß mit gefälliger Spielweise zu überzeugen. Während "The Old Dark Machine" abgesehen von der herausragenden Stimme und den euphorischen Backgroundvocals angenehm bodenständig wirken, zittert sich McMorrow wie eine Schleichkatze durch "Follow You Down To The Red Oak Tree", behutsam und sacht lässt er sich von Gitarre und verhaltenem Schlagwerk den Weg entlang führen.Das Wechselspiel zwischen laut und leise, zwischen Gefühl und Ausbruch auch innerhalb der einzelnen Songs machen "Early In The Morning" zu einem geschlossenen Werk, das sich keine wirklichen Ausrutscher leistet. Selbst wenn manchmal arg viel Gefühlsduseligkeit in die Lieder hineininterpretiert werden kann, bleiben Grundstimmung und Ausrichtung doch eher hoffnungsfroh den zutodebetrübt.

Weil es das Highlight des Albums und vor allem weil es einfach ein wundertolles Lied ist, gibt's als Zugabe "If I Had A Boat" als Lektürebegleiter: